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Kurioses rund um die Erotik - Kaum zu glauben aber wahr !


Sex auf der Couch: 
"Die Methode" von Christopher Hampton in Zürich



Sex mit Patienten - für Psychoanalytiker der Sündenfall. Ausgerechnet Sigmund Freuds Meisterschüler, der Zürcher Seelendoktor Carl Gustav Jung, wurde "von der Liebe, mit der wir operieren, versengt". Erst nämlich heilt der 30jährige das frühreife Teenager-Genie Sabina Spielrein durch Gesprächstherapie von postpubertärer Hysterie, dann geht's - wupp! - nackt auf die Couch. Zunächst deckt Freud den Fehltritt seines Kronprinzen: "Kleine Laboratoriumsexplosionen sind Berufsrisiko." Doch der Undankbare hegt vatermörderische Gelüste, indem er nüchterne Libidoanalyse und kulturelle Triebsublimation, also die klassisch aufklärerische Wiener Schule, unterwandert und die schöpferische Anarchie romantisch verklärter freier Lust feiert: "Nur der verwundete Arzt hat Hoffnung zu heilen." Also nicht nur therapeutisch reden über Triebe, sondern Trieb therapeutisch ausleben. Freud ist sauer.

Der britische Boulevard-Star Christopher Hampton - weltberühmt geworden mit der Dramatisierung des Künstler-Romans "Gefährliche Liebschaften" von Laclos - macht aus dem (klassischen) Konflikt zwischen Jung und Freud das die frühen Jahre der Psychoanalyse (um 1910) belichtende halbdokumentarische Redestück "The Talking Cure"; uraufgeführt 2003 in London. Die deutschsprachige Erstaufführung besorgte Christina Paulhofer jetzt am Schauspielhaus Zürich.

"Die Methode", so der deutsche Titel (Alissa Walser), erörtert in langen, auch langwierigen Diskursen etwa die Widersprüche zwischen Naturgewalt und Domestizierung, zwischen Ordnung und Revolte. Wobei die Parallele Psychoanalyse-Kunst offensichtlich wird: das alte, zerreißerische Spannungsfeld zwischen Bohemien und Bürger. Und so meditieren denn das zur Mitarbeiterin geadelte Fräulein Spielrein (Maja Schöne), ihr Meister Jung (Martin Feifel) und dessen Chef Sigmund Freud (Peter Fitz) über das Kreative und Destruktive von Tabubrüchen. Dies sind zwar schulfunkartige Plaudereien, dennoch lauscht man ihnen gern. Das Thema ist nach wie vor aufreizend: nämlich das Herausfinden optimaler Methoden seelischer Tiefbohrerei sowie die allzeit lauernden und möglicherweise gewinnbringenden Gefahren für die Damen und Herren Bohrer.

Nur fühlt sich die permanent zu dauerpubertärer Motzerei aufgelegte Regisseurin zwangsverpflichtet, ständig theatralisch aufzuhübschen - was mit inhaltlicher Abrüstung einhergeht. Also viel Gummizellenexzeß: Sucht mit der Heroinspritze, Sofa-Sex, Blutgespritz, Gitarrengezupf, Zwangsjackengezerr. Der Rest ist öder Seminarbetrieb. Und die Herren Analytiker bleiben - ohnehin schauspielerisch unterfordert - spießige Deppen im Dreiteiler, derweil das wilde Weib die Welt regiert. So simpel kann Psycho sein.
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